Obstwiesenretter      Kahlgrund-Spessart

Der Natur zu Liebe

Dorf- und Lokalsorten Streuobstallee Kahlgrund-Spessart wird am 01. Juni 2019 feierlich eröffnet

Obstwiesenretter retten Haferkrüpsbirne, Christkindler, Bangertapfel und viele weitere regionale Streuobstsorten.

Die Obstwiesenretter Kahlgrund-Spessart und die Marktgemeinde Mömbris laden

am Samstag, den 01. Juni 2019, um 10:00 Uhr

zur offiziellen Eröffnung der neu gepflanzten Dorf- und Lokalsorten Streuobstallee Kahlgrund-Spessart ein.

Veranstaltungsort ist der der Alleezugang (am Brunnen) vom Abzweig Kahlgrundstraße St 2305 in die St 2309, ca. 300 Meter in Richtung Johannesberg am neuen Hutzelgrund Fahrrad- und Wanderweg.

Die Gäste und Besucher werden gebeten, ihre Fahrzeuge auf dem ehemaligen Festplatz Mömbris (vor dem Ortseingang Mömbris aus Richtung Schimborn) zu parken und können dann die Allee in 5 Minuten fußläufig auf dem neuen Wanderweg erreichen.

Das wichtigste Ziel des seit Anfang 2017 gestarteten Projektes, die „Sicherung und Erhalt von Dorf- und Lokalobstsorten der Region Kahlgrund-Spessart“ haben die Obstwiesenretter nun erreicht. Aufgepflanzt wurden im März die ersten 30 Obstbaum- Hochstämme, davon 15 Apfel- und Birnbäume mit bereits veredelten und gesicherten regionalen Dorfsorten. 

Die Marktgemeinde Mömbris hat für die Obstbaumallee geeignete Grundstücke entlang des neuen Hutzelgrund Wander- und Fahrradweges von Mömbris in Richtung Johannesberg zur Verfügung gestellt. Auch Privateigentümer von Grundstücken wurden durch den Bürgermeister Felix Wissel für künftige Erweiterungen in das Projekt mit eingebunden. 

Die Raiffeisenbank Aschaffenburg, ein zur Unterstützung sozialer und regionaler Projekte aktiver Förderer, trägt einen Großteil der Pflanzkosten. 

Die Streuobstallee soll durch jährliche Veranstaltungen und Aktivitäten, wie Schnitt- und Veredelungskurse, Edelreiserbörsen, Streuobstverkostungen, Kelteraktionen, Führungen, Vorträge, öffentliche Pflegemaßnahmen und vor allem zur weiteren Aufnahme und Sicherung künftig gemeldeter Dorf- und Lokalsorten, lebendig bleiben und weiterentwickelt werden. Damit wären die „wiederentdeckten“ Lokal- und Dorfsorten als Teil der historischen Streuobstkultur im Kahlgrund und Spessart nachhaltig gesichert. 

Bei der Eröffnung der Allee ist zudem eine Delegation der Mömbriser Partnergemeinde Pre Bocage aus der Normandie aktiv beteiligt. In die Streuobstallee werden am Eröffnungstag noch die jeweils 2 besten Cidre Äpfel und Poiré Birnen (Weinbirnen) der französischen Partnerregion gepflanzt, um den europäischen Gedanken zur Erhaltung des regional vielfältigen Kulturgutes „Streuobst“ in das Projekt mit zu integrieren. 

Die endgültige Fertigstellung des kulturhistorischen Leuchtturmprojektes Dorf- und Lokalsorten Streuobstallee Kahlgrund-Spessart mit einer großen Infotafel, den Baum- und Hinweisschildern, Ruhebänken- und Tischen sowie Lern- und Beteiligungs-elementen ist bis 2020 geplant. Auf den Baumschildern werden, neben dem Herkunftsort, den Baum- und Fruchtfotos und entsprechenden Sorteninformationen auch die Erhalter/Melder der vom Aussterben bedrohten Dorf- Lokalobstsorten zur persönlichen Würdigung mit Bild und Namen aufgeführt. 

Die Suche nach verschollenen und vergessenen regionalen Streuobstsorten führen die Obstwiesenretter natürlich weiter. Die nächste Gelegenheit zur Meldung haben interessierte Bürger bereits am 30. Mai 2019 bei dem Obstwiesenretterfest in Königshofen.


Obstwiesenretter-Fest am 30. Mai 2019 

Die Obstwiesenretter Kahlgrund-Spessart laden am Donnerstag den 30. Mai 2019, von 12:00-18:00 Uhr zum Obstwiesenretter-Fest ein. Veranstaltungsort ist Mömbris-Königshofen, an der Dorflinde am Ortseingang (Krombacher Straße). 

Um 12:00 Uhr wird das Fest für Streuobst’ler und Genießer von Obstwiesensaft, Äbbelwoi, Kahlgründer Worschd und Handkees durch den Vorsitzenden der Obstwiesenretter Günter Winter mit dem Tagesthema „Wirtschaftliche Nutzung der Obstwiesen - Geld verdienen mit Streuobst und Wiesen-Unternutzung“ eröffnet.

Dazu stellt um 14:00 Uhr die Agraringenieurin Marion Buley aus Mömbris, das zusammen mir den Obstwiesenrettern entwickelte Streuobst-Tafelobstprojekt vor und erläutert die Beteiligungsbedingungen für Streuobstwiesenbesitzer/innen.

Um 16:00 Uhr erläutern Andrea und Alois Behl ihr Konzept der Unternutzung von Obstwiesen zur Geflügelhaltung, auf Ihrem Bioland Obsthof in Miltenberg-Schippach

Zur Weiterführung des in 2017 von den Obstwiesenrettern gestarteten regionalen Sortenerhaltungsprojektes, können bestehende, wiederentdeckte und verschollene Dorf- und Lokalobstsorten ganztägig bei Heinrich Koch gemeldet und zur Sicherung und weiteren Bewertung erfasst werden. Der aktuelle Stand des Projektes „Sicherung und Erhalt von Dorf- und Lokalobstsorten der Region“ und die in Mömbris neu gepflanzte Dorf- und Lokalsorten Streuobstallee Kahlgrund-Spessart werden an Schautafeln ausgestellt. Immer zu ungeraden Stunden (ab 15:00 Uhr) wird den Festbesuchern eine (kostenlose) Apfelweinprobe verschiedener Äbbelwoi-Sorten und Apfelweine mit Zusatzfrüchten angeboten. 

Aufgrund der Nachfrage können zudem Obstwiesenretter Poloshirts- und Jacken ganztags anprobiert und bestellt werden.

Mit Kahlgründer Äbbelwoi und Streuobst-Apfelsaft von den Obstwiesenrettern, sowie Handkäse, Kochkäse und fränkischer Bratwurst, Kaffee und hausgemachten Kuchen ist für die Gaumenfreuden der Streuobsttag Besucherinnen- und Besucher bestens gesorgt. Für Kinder bis zum Teenager-Alter gibt es einen Streuobst Apfelsaft gratis. Hinweisen möchten die Obstwiesenretter, dass der traditionelle Regionale Streuobsttag mit der feierlichen Eröffnung der Dorf- und Lokalsorten Streuobstallee Kahlgrund-Spessart am neuen Hutzelgrund Fahrrad- und Wanderweg am Samstag den 1. Juni 2019 ab 10:00 Uhr begangen wird.



Öffentliche Obstwiesenretter Obstbaumschnittaktion in Geiselbach-Omersbach

Main TV Mediathek
http://www.main.tv/mediathek/page/6/video/flotte-frisuren-zur-baumrettung-in-geiselbach


Kahlgründer Äbbelwoi-Meisterschaft am 28.04.2017

Mömbris-Königshofen. Der beste Apfelwein im Kahlgrund steht fest. Bei der Kahlgründer Äbbelwoi-Meisterschaft im voll besetzten ehemaligen Gasthaus zur Eisenbahn, dem jetzigen Haus der Vereine Königshofen wurden die Sieger-Stöffchen durch 2 Jurys ermittelt. Bei den „reinen Apfelweinen“ holte Thomas Trotzki aus Wiesen den 1. Platz – in der Kategorie „mit Zusatzfrucht“ hat Wolfgang Hein aus Niedersteinbach gewonnen.

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Günter Winter, der Vorsitzende der Obstwiesenretter Kahlgrund-Spessart betonte bei der Begrüßung der zahlreichen Teilnehmer und Gäste die Wichtigkeit von Aktivitäten und Veranstaltungen zur Streuobst- und Apfelweinkultur im Kahlgrund und Spessart.

Große Teile der ehemals geschlossenen Streuobstbestände in der Region sind durch die seit vielen Jahren für das Obst sinkenden, auf einem erbärmlichen Niveau angekommenen Verkaufspreise sowie das geänderte Konsum- und Freizeitverhalten der Einwohner verschwunden. Von den noch verbliebenen Streuobstbäumen sind viele in einem verwilderten Zustand oder am Absterben.

Entsprechend ihrem Namen, setzen sich die Obstwiesenretter mit vielfältigen (Mitmach- und Spaß)Veranstaltungen und Aktionen gegen das Verschwinden der Streuobstlandschaft- und Regionalkultur ein. Im April veranstalteten die Obstwiesenretter zusammen mit der Gemeinde Geiselbach beispielsweise eine öffentliche Obstbaumschnittaktion, an der jede/r teilnehmen konnte und Ende Mai folgt der bereits 4. von den Obstwiesenrettern organisierte Regionale Streuobsttag, diesmal auf dem Marktplatz in Mömbris. Diese unterschiedlichen Aktivitäten führen zu sichbaren und überall spürbaren Erfolgen zum Erhalt der Streuobstbestände. Ein weiterer Baustein dazu ist die sogar überregional beachtete Kahlgründer Äbbelwoi-Meisterschaft. „Für die, die noch zu Hause ihren eigenen Äbbelwoi produzieren steht vor allem der Spaß und die Geselligkeit bei dem Äbbelwoiwettbewerb im Vordergrund“ – so Winter – „man dürfe daher nicht alles zu ernst nehmen“. Kullinarisch passend zum Äbbelwoi bot die Obstwiesenretterküche Handkäs' oder Hausmacher Worscht für den spannenden Abend.

Anschließend gingen in 2 Beurteilungsjurys je drei kritische Tester/innen für die Kategorien »reiner Apfelwein« und »Apfelwein mit Zusatzfrucht« in die Bewertung der einzelnen Proben. Fachlich zu beurteilen waren 15 reine Apfelweine und 8 Apfelweine mit Zusatzfrucht, die vorher durch die Obstwiesenretterin Edda Thiele erfasst und mit Nummern anonymisiert wurden. Die Jurymitglieder beider Gruppen hatten bei der Einzelverprobung kein leichtes Spiel, da in diesem Jahr alle eingereichten Apfelweine ohne Fehler, wie z, B. Essigstich oder Hefeböckser waren und der Geschmack der meisten auf einem hohen Niveau war. Mehrmaliges und erneutes, kritisches testen von annähernd ähnlichen Proben war daher angesagt. Nach der vor allem auch für die Wettbewerbsteilnehmer spannenden Wartezeit der Verkostung, Beurteilung und Einteilung der einzelnen Proben mit zusätzlichen zwischenzeitlichen „Stich-Entscheidungen“ gleichbeurteilter Apfelweine stand dann endlich das Ergebnis der Äbbelwoimeisterschaft 2017 fest.

In der Kategorie reiner Äbbelwoi wurde Thomas Tratzki aus Wiesen Äbbelwoimeister. Den 2. Platz belegte Karlheinz Löffler aus Amorbach, ein gebürtiger Geiselbacher, den 3. Platz holte Matthias Etzel aus Schimborn.

Bei der Kategorie Äbbelwoi mit Zusatzfrucht holte sich Wolfgang Hein aus Niedersteinbach die Krone. Der 2. Platz ging ebenfalls, wie beim reinen Äbbelwoi, an Karlheinz Löffler, den 3. Platz gewann Wolfgang Gehlert aus Rückersbach.

Durch Günter Winter und den 2. Vorsitzenden Dieter Wissel wurden den Gewinnern die Urkunden und Preise in Form von Äbbelwoibembeln, Apfelweinbüchern und Obstwiesenretter Äbbelwoi- und Apfelsaft überreicht.

Nach einem spannenden, kurzweiligen und “echt“ regionalen, geselligen Abend freuen sich Veranstalter und Gäste schon auf die folgende Äbbelwoi-Meisterschaft 2018.

Main TV Mediathek:
http://www.main.tv/mediathek/kategorie/main-tv-der-tag/page/2/video/aebbelwoimeisterschaft-in-moembris